Chancen in der Krise

In der Geschichte der Menschheit hat es schon immer Krisen gegeben. Kriege, Naturkatastrophen und Krankheiten hatten schlimme Folgen für sehr viele Menschen.

Aktuell leben wir mit Covid-19 in einer nie dagewesenen Situation: Das öffentliche Leben wurde, um die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung zu schützen, zunächst fast komplett lahmgelegt und jetzt langsam wieder hochgefahren. Viele Menschen bangen um ihren Arbeitsplatz, Selbständige und Unternehmer kämpfen um Kunden und Aufträge.

Welche Unternehmen werden diese Krise am besten überstehen? Diejenigen, die alle Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, die Produktion herunterfahren, staatliche Hilfen beantragen und ansonsten hoffen, dass alles möglichst schnell vorbei ist und sie wieder zur Normalität übergehen können?

Oder diejenigen, die kreativ sind und sich neue Möglichkeiten erschließen? Die nicht einfach nur abwarten, sondern sich etwas überlegen, den Telefonhörer in die Hand nehmen, die Ärmel hochkrempeln und etwas Neues wagen?

Kreativ sein und Neues wagen

Firmen, die bisher Terrassenüberdachungen hergestellt haben, fertigen Trennwände für Geschäfte an und installieren sie bei ihren Kunden. Ein Krawattenhersteller lässt eine Mitarbeiterin ein Schnittmuster für Gesichtsmasken entwerfen und kann so seine Näher weiter beschäftigen. Restaurants und Geschäfte haben Wege gefunden, wie sie mit Abhol- und Lieferservices ihre Kunden trotz allem versorgen können und abends fährt man mit dem Auto auf den Marktplatz oder die große Wiese und schaut sich im Autokino einen Film an.

An vielen Stellen laufen die Geschäfte auf Hochtouren, Desinfektionsmittel muss hergestellt werden, Technik für all die Menschen, die jetzt im Homeoffice arbeiten und für die Schüler, die jetzt von zu Hause aus lernen, muss entwickelt und bereitgestellt werden und die Bevölkerung muss auf neuen Wegen mit notwendigen Dingen versorgt werden.

Trotz der für viele schlimmen Lage hat die Menschheit eine große Chance, vieles aus dieser Krise zu lernen. Eingefahrenes und Festgetretenes wird in Frage gestellt und möglicherweise von einer ganz anderen Seite her neu aufgerollt.

Die Digitalisierung von Arbeitsplätzen und Schulen wurde jetzt mit einem Tempo und Schwung in Angriff genommen, den vorher niemand für möglich gehalten hätte. Viele stellen fest, dass sie sich gar nicht jeden Tag in einen endlosen Stau einreihen müssen, um zur Arbeit in die Innenstädte zu kommen oder meilenweit um den Globus fliegen müssen, um an Konferenzen teilzunehmen. Stattdessen entdecken wir gerade die Vorteile von Homeoffice und Videokonferenzen. Außerdem wird überlegt und geplant, Medikamente und andere wichtige Dinge nicht mehr komplett in Fernost produzieren zu lassen, sondern in Europa und dadurch hier bei uns Arbeitsplätze zu schaffen, lange Transportwege und Abhängigkeiten zu vermeiden.

Wollen wir uns verändern?

Die Natur atmet zurzeit auf und erholt sich eine Weile vom immer-mehr, immer-schneller, immer-weiter der Menschen. Vielleicht überlegen wir uns ja auch in Zukunft, ob wir unseren Urlaub wirklich auf einem Kreuzfahrtschiff am anderen Ende der Welt verbringen müssen oder stattdessen lieber in der Heimat Arbeitsplätze schaffen, indem wir einen erholsamen Strandurlaub oder einen den Kopf reinigenden Wanderurlaub an einem schönen Ort in der Nähe verbringen.

Viele von uns unterstützen besonders in diesen Zeiten die Händler vor Ort. Vielleicht bleibt ja davon etwas für die Zukunft bei uns hängen und wir kaufen wieder mehr in den kleinen Geschäften nebenan, anstatt einfach alles online zu bestellen, ohne uns dabei zu überlegen, welchen weiten Weg dieser Artikel bis zu uns zurücklegen musste. Auch die Unternehmen sind hier gefordert, ihre Kunden nun bei der Stange zu halten und dazu beizutragen, dass von diesen Entwicklungen auch nach Corona etwas bleibt.

Bei jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Denjenigen, die unverschuldet zu den Verlierern gehören, muss eine starke Gemeinschaft helfen. Diejenigen, die kreativ und mutig sind, werden zu den Gewinnern gehören.

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